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Eine Ziegenfabel

 

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Das Tauernscheckenprojekt
des LPV- Altoetting

Das Projektgebiet im Bereich des Burgberges der Stadt Burghausen im Landkreis Altötting umfasst rd. 10ha. Die Burghänge wurden bis Mitte des letzten Jahrhunderts noch überwiegend mit Ziegen und Schafen beweidet.

Nach Kriegsende kam es aufgrund von Nutzungsauflassung über fortschreitende Sukzession zur allmählichen Bewaldung und Verbuschung. Leitbild für die Burg ist aufgrund kulturhistorischer, aber auch naturschützerischer Aspekte eine Offenhaltung bzw. Zurückdrängen der Sukzession.

Mit dem Aufbau der Ziegenherde soll erprobt werden, inwieweit auch im unmittelbar städtischen Bereich Weidetiere bei der Offenhaltung von Flächen eingesetzt werden können. Die hier gesammelten Erfahrungen lassen sich dann auf vergleichbare Projekte übertragen.

Im Landkreis Altötting gibt es derzeit 20 Tiere (Stand Januar 2004), wobei die Stadt Burghausen Eigentümer ist. Die Anschaffung der Herde, Erstellung einer entsprechenden Zäunung mit Infrastruktur, sowie die Betreuung der Herde wird über die Stadt Burghausen finanziert. Für die Herde besteht eine Herdbuchzulassung des österreichischen Zuchtverbandes.

Die Tiere sind bei einem Burghauser Landwirt im Winter untergestellt. Von Frühjahr bis Herbst werden die Hänge um den Burghauser Burgberg seit 2002 von den Tauernschecken beweidet.

Begleitend zum Projekt wird deshalb über die Laufzeit von 2 Jahren ein Monitoring (2003 bis 2005) durchgeführt.

Das Monitoring wird vom Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft(BMVEL) über den Verein Region aktiv – www.chiemgau-inn-salzach.de – finanziert. Hierbei wird auch dokumentiert, in welcher Form ein Weidemanagement gerade auch bei der Ziegenweide durchgeführt werden muss, um optimale Ergebnisse zu erzielen.

Auch soll über die Bedeutung beim Einsatz von Tieren in der Landschaftspflege aufmerksam gemacht werden, da dieser Aspekt in Zukunft wohl eine immer grössere Rolle spielen wird. Die überaus attraktive, vom Aussterben bedrohte Rasse “Tauernschecke“ eignet sich hierfür aufgrund ihrer Robustheit und ihrem hohen Anpassungsgrad an den hiesigen Klimaraum hervorragend.

Das Projekt verfolgt mehrere Ziele, die miteinander verknüpft sind.